Sachsen - gentechnikfrei!

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Genmais in Sachsen

Das Standortregister

Gemäß dem seit Februar 2005 gültigen Gentechnikgesetz muss der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen mindestens drei Monate vor der Aussaat an ein Standortregister gemeldet werden.

Die Daten des Standortregisters sind gegenwärtig noch flurstücksgenau öffentlich zugänglich: |http://www.bvl.bund.de/standortregister.htm|. Personenbezogene Daten der Gentechnik-Anbauer sind bei Nachweis eines berechtigten Interesses erhältlich. Anträge sind an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) Referat 404 (Koexistenz, GVO Monitoring), Taubenstraße 42/43, 10177 Berlin zu stellen, Formulare gibt es bei |www.bvl.bund.de|. Nach unserer Einschätzung müssten Landwirte in der Umgebung der gemeldeten Felder, Kleingärtner, Imker, Gärtner u.ä. die Daten erhalten.

 

Genmais in Sachsen 2010

Trotz des weiterhin bestehenden Anbauverbortes von MON-810 planen einige Landwirte wieder den Anbau dieses Gen-Maises. Sie haben - wohl in der Hoffnung, dass das Verbot noch vor Beginn der Aussaat aufgehoben wird - Felder im Standortregister beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit angemeldet.

Besonders eifrig dabei sind die sächsischen Landwirte. Von bundesweit 1010,35 ha wurden für Sachsen allein schon 544,07 ha angemeldet (Stand 14.2.2010).


> Interaktive |Karte mit allen geplanten Genmais-Standorten| von Greenpeace

> Karten zum Anbau in den vergangenen Jahren sowie zumgeplanten Anbau im Jahr 2010 sowie statistische Auswertungen bei |risikoregister.de|

 

Genmais in Sachsen 2009

Im Jahr 2009 gab es in Sachsen aufgrund des bundesweiten Verbots von MON-810 keinen kommerziellen Anbau von Genmais. Auf kleineren Flächen waren Freisetzungsversuche mit noch nicht zugelassenen Gen-Mais-Konstrukten geplant.

 

Genmais in Sachsen 2008

Für einen Überblick über alle im Standortregister angemeldeten Gen-Mais-Felder empfehlen wir die |Karte von Greenpeace|.

Genaues Kartenmaterial (Luftbilder, Topographische Karten) mit der Lage der angemeldeten Flurstücke hält die |Grüne Liga Dresden/Oberes Elbtal e.V.| bereit.

 

Genmais in Sachsen 2007

Im |Standortregister| waren bis zum 8.2.2007 für Sachsen 35 Flächen mit insgesamt mehr als 590 Hektar Fläche gemeldet. Es soll erneut Bt-Mais MON-00810-6 von Monsanto angebaut werden.

 

1

Eschdorf: 21,88 ha

2,5,6

Radeburg-Berbisdorf: 13,82 + 8,68 + 5,08ha

3

Radeburg-Berbisdorf: 28,14 ha

4

Radeburg-Berbisdorf: 9,78 ha

7,8,9,12,18

Ebersbach: 27,27 + 35,79 + 25,75 + 6,19 ha + 1000 qm

10

Bauda: 18,19 ha

11

Nasseböhla: 5,69 ha

13

Skäßchen: 28,46 ha

14,15

Zabeltitz-Uebigau: 10,60+ 77,45 ha

16

Thiendorf Sacka: 24,44 ha

17

Tauscha: 10,82 ha

19

Zabeltitz-Görzig: 5 ha

20

Nossen-Zella: 700 qm

21

Haselbachtal Haeslich: 19,97 ha

22

Haselbachtal Bischheim: 28,46 ha

23,24

Steina Obersteina: 25,47 ha

25

Gnaschwitz (Weißnaußlitz): 10 qm

26,27

Wiednitz: 13,96 + 25,35 ha

28, 29

Bad Düben: 28,66 + 7,69 ha

30

Kossa: 8,10 ha

31,33

Dreiheide-Weidenhain: 17,14 ha + 1000 qm

32

Dreiheide-Süptitz: 49,31 ha

34

Köllitzsch Gemarkung Arzberg: 14,55 ha

35

Pflückuff Loßwig: 2,32 ha

2007 ans Anbauregister gemeldete Standorte in Sachsen.
Quelle: Standortregister beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Stand 8.2.2007, 00:00

Größe bleibtursprüngliche Größe Fläche reduziertFläche reduziert Fläche zurückgezogenFläche zurückgezogen

1 01328 Dresden - Eschdorf 21,88 ha zurückgezogen
2 01471 Radeburg 13,82 ha  
3 01471 Radeburg 28,14 ha  
4 01471 Radeburg 9,78 ha  
5 01471 Radeburg 8,68 ha  
6 01471 Radeburg 5,08 ha  
7 01561 Ebersbach Gem.Ebersbach, Bieberach, Cunnersdorf 27,27 ha
8 01561 Ebersbach Gem Bieberach, Cunnersdorf 35,79 ha  
9 01561 Ebersbach Gem. Cunnersdorf 25,75 ha  
10 01561 Wildenhain Gem. Bauda 18,19 ha  
11 01561 Nasseböhla 5,69 ha  
12 01561 Ebersbach Gem. Cunnersdorf 1000 qm  
13 01561 Zabeltitz Gem Skäßchen 28,46 ha  
14 01561 Zabeltitz Gem Uebigau 10,60 ha  
15 01561 Zabeltitz Gem Uebigau 77,45 ha  
16 01561 Tiendorf Gem Sacka 24,44 ha  
17 01561 Tauscha 10,82 ha  
18 01561 Ebersbach Gem Ober-Ebersbach 6,19 ha  
19 01561 Zabeltitz Gem Treugeböhla 5,22 ha  
20 01683 Nossen Gem Zella 700 qm  
21 01920 Haselbachtal Gem Haeslich 19,97 ha  
22 01920 Haselbachtal Gem Bischheim 28,46 ha  
23 01920 Steina Gem Obersteina 25,41 ha  
24 01920 Steina Gem Obersteina 12,03 ha  
25 02633 Weißnaußlitz 10 qm  
26 02994 Wiednitz 13,96 ha  
27 02994 Wiednitz 25,35 ha  
28 04849 Bad Düben 2,87 ha  
29 04849 Bad Düben 7,69 ha  
30 04849 Kossa 8,10 ha  
31 04860 Dreiheide Gem Weidenhain 17,14 ha  
32 04860 Dreiheide Gem. Süptitz 49,31 ha  
33 04860 Dreiheide Gem. Weidenhain 1000 qm  
34 04860 Köllitsch Gem Arzberg 14,45 ha auf 1,85 ha reduziert
35 04889 Pflückuff Gem Loßwig 2,32 ha  

 

Bt-Mais

Der Genmais ist nur für die Verwendung als Viehfutter zugelassen. Vom Verzehr wird dringend abgeraten.

Der Genmaispollen breitet sich über viele Kilometer durch Wind und Insekten unkontrolliert aus. Transport- und Verarbeitungsverluste sorgen für eine weitere Ausbreitung des Gen-Maises.

|Download der Karte| als gif-Datei (ca. 49 kB) Stand 08.02.2007

|Download der Karte| als gif-Datei (ca. 38 kB) Stand 09.02.2007

 

Weitere Materialien

 

Geschichte

2004

Im Mai 2004 wurde in Sachsen erstmals offiziell Genmais angebaut. Die fünf Felder wurden geheim gehalten. Der Anbau fand im Rahmen eines sogenannten wissenschaftlichen Versuchsanbaus statt.

2005

Im Standortregister wurden für 2005 insgesamt 175 Hektar angemeldet. Nach Protesten aus der Bevölkerung und von Verpächtern wurden die meisten Flächen zurückgezogen bzw. in ihrer Fläche reduziert. Es blieb bei einem Anbau auf knapp 64 Hektar.

2006

Bis bis zum 31.1.2006 waren für Sachsen 17 Flächen mit insgesamt mehr als 250 Hektar Fläche gemeldet. Am 12.5.2006 wurden drei Felder mit insgesamt 20 Hektar zurückgezogen.