Sachsen - gentechnikfrei!

Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen

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Die komplette |Pressemitteilung vom 12. Mai 2009| als .pdf (9 kB)

Initiative für eine gentechnikfreie Anbauregion Dresden/ Moritzburger Kleinkuppenlandschaft

Offener Brief an die Fraktionen im Stadtrat Dresden und im Kreistag Meißen:

Keine Gentechnik in Dresden und der Moritzburger Kleinkuppenlandschaft! Knapp 1.400 Unterschriften gegen Gentechanbau

In zwei Offenen Briefen hat sich die Initiative für eine gentechnikfreie Anbauregion Dresden / Moritzburger Kleinkuppenlandschaft an Vertreter der Fraktionen in Stadtrat und Kreistag gewandt. Ziel der Initiative ist es, eine gentechnikfreie Anbauregion im Raum Dresden und Landkreis Meißen zu erreichen.

„Bei unseren zahlreichen Informationsveranstaltungen und Gesprächen in den Gemeinden um Dresden haben wir festgestellt, dass wir mit unserer gentechnikkritischen Einstellung nicht allein dastehen“ sagt Martina Paulich aus Marsdorf, ein Mitglied der Initiative „die einzigartige Naturausstattung und die landschaftlich reizvolle Erholungsregion um die Moritzburger Kleinkuppenlandschaft darf nicht zum Experimentierfeld einer Risikotechnologie werden – nicht nur der Ruf der gesamten Region steht auf dem Spiel“.

Die Initiative hat nun knapp 1.400 Unterschriften in den vom Gentechanbau betroffenen und umliegenden Gemeinden gesammelt. In der Vergangenheit war der Landkreis Meißen zum Hauptanbaugebiet von MON810 in Sachsen avanciert. Das Thema ist noch aktuell, denn trotz des gesetzlichen Verbotes drängen die Agrar- und Chemiekonzerne unter immensem Kapitaleinsatz auf die Zulassung neuer gentechnisch veränderter Sorten. In Zabeltitz (Landkreis Meißen) soll ein Freisetzungsversuch stattfinden. „Wir vor Ort wollen zeigen, dass die Bürgerinnen und Bürger die hier leben, Gentechnik auf den Äckern in der Region ablehnen. Deshalb wenden wir uns an die Verantwortlichen hier und wollen gemeinsam erreichen, dass unsere Region dauerhaft gentechnikfrei wird.“ ergänzt Betina Umlauf aus Großdittmannsdorf. Der Anbau der gentechnisch veränderten Pflanzen ist hoch umstritten, ein nachhaltiger Nutzen ist nicht ersichtlich. Nun erwartet die Initiative eine Reaktion der Kreistagsabgeordneten und Stadträte.

 

Die komplette |Pressemitteilung vom 26.April 2009| als .pdf (26 kB)

Trotz Verbot von MON810 Gen-Mais in der Großenhainer Pflege

Aktionsbündnis fordert Einstellung der Freisetzungsversuche

Mit Meldung von Mitte dieser Woche wurde im Standortregister des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) ein weiterer Freisetzungsversuch von gentechnisch verändertem Mais in der Großenhainer Pflege angekündigt. Auf einer Fläche von 2700 m² darf auf dem Flurstück 121 der Gemeinde Zabeltitz Gemarkung Uebigau Gen-Mais der Maislinie 98140 des Saatgutkonzerns Pioneer ausgebracht werden.

Dieser Mais enthält eine Genveränderung, die ihn gegenüber von (Total-) Herbiziden resistent machen soll.

„Nur wenige Tage nach dem Verbot von MON810 gehen in der Großenhainer Pflege die gefährlichen Experimente mit gentechnisch veränderten Pflanzen weiter,“ äußert sich dazu Jens Heinze vom Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen „Wir fordern Pioneer und seine lokalen Partner – vermutlich die Agrargenossenschaft Skäßchen – die Aussaat zu unterlassen. Aus dem Fall MON810 sollte jeder gelernt haben, dass noch mehr als 10 Jahre nach der Zulassung unvorhergesehene Effekte auftreten.“

Das auch in diesem Freisetzungsversuch verfolgte Konzept der Herbizid„resistenz“ und die damit versprochene Reduzierung des Herbizideinsatzes funktioniert nur kurzzeitig und verkehrt sich dann ins Gegenteil – das zeigen bittere Erfahrungen vieler Landwirte in Nord- und Südamerika. Das Ergebnis ist kein Nutzen für Landwirte oder die Natur, sondern ein größerer Absatz von Herbiziden verbunden mit allen negativen Folgen dieser Produkte.

 

Die komplette |Pressemitteilung vom 21.April 2009| als .pdf (26 kB)

Gen-Mais-Anbauverbot ist nur Verschnaufpause

Gentechnikfreie Initiativen aus Sachsen: Gentechnik ist keine Antwort auf die Fragen des Klimaschutzes und der Welternährung

Vertreter lokaler gentechnikfreier Initiativen aus Sachsen trafen sich im Meißner Hahnemannzentrum auf Einladung des sachsenweit agierenden Aktionsbündnises für gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen, um die aktuellen Lage nach dem Verbot des Gen-Maises MON-810 zu beraten und sich mit ihren gentechnikfreien Aktivitäten besser zu vernetzen.
Aktuell bestehen im Freistaat 14 etablierte größere gentechnikfreie Initiativen in Sachsen - als Zusammenschlüsse von Landwirten oder als Initiativen von kritischen Bürgern. Darüber hinaus engagieren sich in den drei großen Städten lokale Aktionsbündnisse von Verbänden, die gemeinsam eine gentechnikfreie Bewirtschaftung ihrer Region fordern. Bereits auf einer Fläche von über 40.000 ha haben knapp 130 konventionell und ökologisch wirtschaftende Landwirte in Sachsen Selbstverpflichtungserklärungen zur gentechnikfreien Bewirtschaftung ihrer Flächen unterschrieben.

„Das jüngst verkündete Gen-Mais-Anbauverbot bietet bestenfalls eine Verschnaufpause für die Initiativen. Es bleibt zu hoffen, dass das Anbauverbot Bestand hat“ sagt Jens Heinze vom Aktionsbündnis und ergänzt „die Zulassung weiterer Gen-Mais-Sorten steht vor der Tür. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation bei der derzeit landauf landab vernehmbaren Klage über den angeblichen Verlust für den Forschungsstandort Deutschland entwickelt“.

Agro-Gentechnik bietet keine Antworten auf die brennenden Fragen der Zeit

Agro-Gentechnik bietet keine Antworten auf die brennenden Fragen des Klimaschutzes und der Welternährung. „Bei der Gentechnik handelt es sich um eine klassische End-of-pipe-Technologie; hier werden Probleme nicht an der Ursache bekämpft, sondern deren Auswirkungen unter immensem Mittelaufwand zu Reduzieren gesucht“. Auch der Insektizideinsatz kam zur Sprache „Derzeit werden auf etwa 1% der Maisflächen sachsenweit Insektizide ausgebracht – statt den Zünsler flächendeckend gezielt mechanisch nach der Ernte zu bekämpfen, wurde von wenigen Betrieben – genauer zehn - auf Gentechnik gesetzt, obwohl zum Aussaatzeitpunkt nicht einmal bekannt sein kann, wie hoch der Befall auf den Feldern sein wird“ ärgert sich Torsten Kohl, Naturschutzexperte im Aktionsbündnis.
Die FAO (2007) und der Weltagrarbericht (2008) stellten klar heraus, dass auch durch ökologischen Landbau die Produktion nachhaltig intensiviert werden kann. Ohne Frage stellen die genannten Quellen dar, dass die Welt klimafreundlicher, sozial gerechter und auch ausreichend mit Nahrungsmitteln allein aus ökologischem Landbau versorgt werden kann. „Das ist die Antwort auf die Gentechnik, die hochindustrialisiert und -technisiert Landwirte in die Abhängigkeit führt“ meint Heinze und ergänzt: „wir brauchen Forschungsprojekte, die die tatsächlich drängenden Fragen wie Welternährung und Klimaschutz im Ansatz lösen helfen, mit der Agro-Gentechnik sind die Probleme nicht lösbar.“

 

Die komplette |Pressemitteilung vom 13.April 2009| als .pdf (32 kB)

Kein Patent auf Leben!

Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen fordert gemeinsam mit Aktionsbündnissen in allen Regionen Deutschlands Staatsminister Kupfer auf, die Hessische Initiative im Bundesrat zu unterstützen!

Lüneburg, München, Tharandt 13.04.09: Das Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft fordert heute Staatsminister Kupfer auf, die Hessische Initiative im Bundesrat für eine Verschärfung der europäischen Biopatentrichtlinie zu unterstützen. Bundesweit senden heute Aktionsbündnisse für eine gentechnikfreie Land- und Lebensmittelwirtschaft Briefe mit dieser Forderung auch an die Fachkollegen des sächsischen Staatsministers für Umwelt und Landwirtschaft.

Die in den Aktionsbündnissen organisierten Bauern-, Umwelt- und kirchlichen Organisationen engagieren sich seit Jahren für ein Verbot der Patentierung von Saatgut, Pflanzen und Tieren und fordern die Politik auf, nicht erst abzuwarten und Präzedenzfälle zu schaffen, sondern im Vorfeld den weit gehenden Patentansprüchen einen Riegel vor zu setzen. „In Europa sind inzwischen hunderte von Patentanträgen auf die konventionelle Züchtung von Pflanzen und Tieren angemeldet. Sie werden stillschweigend vom Europäischen Patentamt in München abgesegnet, ohne dass es eine öffentliche Diskussion darüber gibt. Gene, Pflanzen und Tiere sind aber keine Erfindung und dürfen deshalb auch nicht patentiert werden“, so Georg Janßen, Sprecher des Bündnis für gentechnikfreie Landwirtschaft Niedersachsen, Hamburg, Bremen und einer der Mitinitiatoren dieses gemeinsamen Briefes. Janßen weiter: „Patente auf konventionelle Züchtungs- und Herstellungsverfahren würden - genauso wie Patente auf gentechnisch veränderte Pflanzen und Tiere - einen Monopolanspruch gegenüber den patentierten Pflanzen oder Tieren ermöglichen, mit ggf. weit reichendem Handlungsspielraum des Patentanmelders. Dies sind im Wesentlichen die gleichen multinationalen Konzerne, die auch bei der Agro-Gentechnik aktiv sind. Der Chef des Gentechnik-Konzerns Monsanto hat jüngst in einem Interview mit der „ZEIT“ vom 22.01.09 deutlich gemacht, dass er seine „Patentsheriffs“ auch auf europäische Felder schicken würde, um Saatgutpatentansprüche gegenüber den Bauern durch zu setzen. Dagegen wehren wir uns mit ganzer Kraft! Deshalb appellieren wir an alle Länderminister, endlich die europäischen und deutschen Patentrichtlinien zu verschärfen und dadurch die Land- und Lebensmittelwirtschaft vor solchen Übergriffen zu schützen. Wir rufen alle engagierten Bürger auf, bei der am 15. April 2009 stattfindende Demonstration gegen Patente auf Leben! in München, dabei zu sein. Start ist auf dem Marienplatz, 10:00 Uhr, Ziel ist das Europäische Patentamt.“

 

Die komplette |Pressemitteilung vom 2.März 2009| als .pdf (69 kB)

Aktionsbündnis fordert Abstandsregelungen zwischen Gen-Mais und Natur

Bärnsdorf: Gentech-Feld am Naturschutzgebiet zurückgezogen

Mit Meldung vom 26.Februar 2009 wurde ein etwa 300 m vom FFH-Gebiet „Promnitz und Kleinkuppenlandschaft bei Bärnsdorf“ (Landkreis Meißen) entferntes, zum Anbau mit Gentech-Mais MON810 vorgesehenes Feld nun nach 43 Tagen Meldung zurückgezogen. Das geht seit heute aus dem Standortregister* hervor. In diesem Zusammenhang fordert das Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen erneut Abstandsregelungen zwischen Gen-Mais-Feldern und Naturschutzgebieten.

„Abstandsregelungen sind sachlich notwendig und rechtlich geboten – es wird Zeit, dass hier verbindliche Regelungen geschaffen werden.“, so Torsten Kohl, Naturschutzexperte im Aktionsbündnis.

In den letzten Jahren kam es wiederholt zu Auseinandersetzungen um diesen Standort. Naturschützer machten geltend, dass durch den Gen-Mais-Anbau in unmittelbarer Nähe zum Schutzgebiet die Pollen des genmanipulierten Maises und damit auch das enthaltene Gift mit toxischer Wirkung auf Schmetterlinge auch in das Schutzgebiet hineingentragen wird . Das Schutzgebiet wurde eigens für den Schutz des Dunklen Wiesenknopfameisenbläulings ausgewiesen, einer Schmetterlingsart, die durch den Anbau des Gentech-Maises aufgrund seiner Lebensweise betroffen ist. Die in der Nähe ansässige Agrargenossenschaft hatte 2007 erstmals in unmittelbarer Nähe zum FFH-Gebiet Gentech-Mais ausgebracht – damals hatte ein Umweltverband geklagt und war damals lediglich aufgrund formaler Gründe [1] gescheitert. 2008, und nun auch 2009 wurde ein geplanter Anbau erst nach Eingreifen der Unteren Naturschutzbehörde von der Agrargenossenschaft wieder zurückgezogen. Weitere knapp 300 ha Gentech-Maiserwartungsflächen für 2009 befinden sich in der Nähe von Schutzgebieten allein im Landkreis Meißen .

Das Aktionsbündnis fordert vom Sächsischen Landtag, das Sächsische Naturschutzgesetz unverzüglich dahingehend anzupassen, dass verbindliche und wirkungsvolle Abstandsregelungen zwischen Gen-Mais-Anbau und Schutzgebieten erlassen und durchgesetzt werden. Bislang regelt allein ein Erlass des SMUL, dass in einem 1000-m-Radius um Schutzgebiete eine Erheblichkeit geprüft werden muss. Das Bundesamt für Naturschutz als Oberste Naturschutzfachbehörde forderte bereits mehrfach verbindliche Abstandsregelungen zu Schutzgebieten.

 

* |Rückzugsmitteilung| im offiziellen Standortregister des BVL

zu Download der |Rückzugsmitteilung| (pdf, 34 kB)

[1] fehlende Antragsberechtigung, da das Schutzgebiet noch nicht in eine nationale Schutzgebietskategorie umgewandelt war

 

Die komplette |Pressemitteilung vom 5. Juni 2008| als .pdf (44 kB)

Verdacht bestätigt: Gentechmais in Dresden ausgesät

Bewusste Falschmeldung im Standortregister erwiesen

Eine Probennahme auf den beiden Gentechfeldern in Marsdorf und Medingen hat den Anbau von Gentechmais bestätigt. Mit einem Testkit* konnte auf beiden Flächen der Anbau des Genmaiskonstrukts MON 810 nachgewiesen werden. Dadurch wird die Pressemitteilung des Aktionsbündnisses vom 28.04. bestätigt, in der die Aussaat mitgeteilt wurde.

Weiterhin ist mittlerweile klar, dass die besagte Pressemitteilung des Aktionsbündnisses in Bezug auf die bewußte Falschmeldung der Anbauflächen im offiziellen Standortregister beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL, via www.standortregister.de) ebenfalls korrekt war.

Der Geschäftsführer der Cunnersdorfer Agrar GmbH hatte bestritten, den Anbau im Januar 2008 falsch angezeigt zu haben (vgl.: SZ Meißen, 30.April 2008).

Dass das nicht richtig sein kann, geht aus der Antwort auf die Kleine Anfrage der LINKEn im Sächsischen Landtag (Drs. 4/ 12080) hervor. Danach wurde der Anbau ursprünglich in Ebersbach angemeldet und erst später, nachdem das Aktionsbündnis auf Ungereimtheiten aufmerksam gemacht hatte, am 03.03. korrigiert.

Nun ist ein Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen bewußter Falschmitteilung im Standortregister zu erwarten. Das SMUL hatte den anbauenden Betrieb schon vor der Aussaat auf diesem Umstand hingewiesen.

* Nachweis mit Testkit der Firma Strategic Diagnostic Inc - Trait, Cry1Ab Test Strip, Schnelltest speziell für Monsanto MON 810-Yield Gard Mais.

 

Die komplette |Presseeinladung| als .pdf (62 kB)

Louise und Percy Schmeiser erstmals in Sachsen

Die Träger des Alternativen Nobelpreises besuchen auf Einladung des Aktionsbündnisses den Freistaat

Am 15. und 16. Mai sind Louise und Percy Schmeiser in Sachsen.

 

Die komplette |Pressemitteilung| als .pdf (52 kB)

Hintergrundpapier zum |Gen-Mais MON-810| als .pdf (65 kB)

Gen-Mais MON-810 jetzt verbieten: in Sachsen und bundesweit

Erster Dresdner Pollenflugversuch zeigt unkontrollierte Ausbreitung der Genkonstrukte

Am 3.4.2008 startet um 11.30 Uhr der erste Dresdner Pollenflugversuch am Kongresszentrum Dresden (Ostra-Ufer 2). Mit dieser Aktion fordern das "Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen" und der sächsische Landesverband der "Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft" ein sofortiges Verbot des Anbaus und Handels mit dem gentechnisch veränderten Mais MON-810 - in Sachsen und bundesweit.

Beim Pollenflugversuch werden sich hunderte Luftballons in den Dresdner Himmel erheben. Sie zeigen, wie sich einmal in die Umwelt gesetzte Pollen z.B. von gentechnisch veränderten Pflanzen unkontrolliert ausbreiten können.

"Nachdem kürzlich ein bundesweites Anbauverbot von MON 810 - welches wir grundsätzlich begrüßen würden - im Bundestag an den Stimmen der Koalition und der Liberalen gescheitert ist, muss die sächsische Politik unverzüglich handeln und ein landesweites Verbot aussprechen," sagt Jens Heinze vom Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen, "Landwirte, Landbesitzer, Anwohner, Imker und Verbraucher sind beunruhigt über den laschen Umgang mit alarmierenden Erkenntnissen über Auswirkungen von MON-810 in Deutschland." Für die Agrarbetriebe, die den Anbau von MON-810 angemeldet haben, ist es jetzt noch relativ einfach umzudisponieren und konventionelles Saatgut zu ordern. Wenn der Mais in wenigen Tagen erst ausgesät ist , ist der Aufwand für eine "Rückrufaktion" wesentlich höher und würde wahrscheinlich Schadensersatzforderungen nach sich ziehen, die letztendlich die Steuerzahler zu tragen haben.

Die bislang vorliegenden Erkenntnisse des Monitorings auch in anderen europäischen Ländern haben in einer Reihe von Staaten bereits zum Verbot von MON-810 geführt. Da die Bundespolitik in ihrer Mehrheit sich weigert, diese Erkenntnisse ernst zu nehmen, muss jetzt von der Möglichkeit Gebrauch gemacht werden, auf Landesebene zu handeln und den Gen-Mais MON-810 zu verbieten.

 

|Pressemitteilung vom 17.12.2007| als .pdf (47 kB)

|Pressefoto © Jens Heinze| als .jpg (110 kB)

Dresden: Genalarm auf dem Weihnachtsmarkt

Genfood-Detektive entdecken Pflanzenöl aus Gen-Soja

Aktionsbündnis fordert lückenlose Deklaration und Kontrolle

Gentechniköl auf dem Weihnachtsmarkt entdeckt

Gen-Detektive des Aktionsbündnisses für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen haben an einem Stand auf dem Weihnachtsmarkt am Hauptbahnhof Dresden feststellen müssen, dass die Betreiber zum Herstellen der Kräppelchen Pflanzenöl aus gentechnisch veränderten Sojabohnen verwenden. "Die Verwendung solcher gentechnisch veränderter Lebensmittelzutaten muss auch in Gaststätten und Imbissbetrieben gut sichtbar für die Verbraucher deklariert werden," sagt dazu Jens Heinze vom Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen, "Die Zuständigen bei der Lebensmittelüberwachung haben diese Deklarationspflicht durchzusetzen. Nur so gibt es für die Verbraucher eine wirkliche Wahlfreiheit zwischen natürlichen Lebensmitteln und solchen, die gentechnisch hergestellt wurden. Wir haben erfahren müssen, dass das gefundene Öl nur die 'Spitze des Eisbergs' darstellt."

Gen-Soja-Öl ist verbreitet auf Weihnachtsmarkt - Kennzeichnung fehlt überall

Im Gespräch mit einem Standbetreiber, der das Öl verwendet, erfuhr das Aktionsbündnis, dass alle Stände dieses Weihnachtsmarktes mit diesem Öl beliefert wurden. Ein Hinweis auf die Deklarationspflicht durch den Vertreiber unterblieb. Die Lebensmittelüberwachung habe die Stände kontrolliert und dabei auch das Öl gesehen. Hier sei ebenfalls kein Hinweis auf die Deklarationspflicht erfolgt. Die Gen-Detektive konnten am gleichen Tag in ganz Dresden keinen einzigen Stand entdecken, der die Verwendung von gentechnisch verwendetem Öl deklariert hat.

Hintergrund: Kennzeichnungspflicht für Gentech-Öl

Gemäß EU-Verordnung für gentechnisch veränderte Lebens- und Futtermittel 1829/2003 müssen auch Lebensmittel, Zutaten oder Zusatzstoffe, die aus GVOs hergestellt wurden, gekennzeichnet werden. Für die Kennzeichnung spielt es keine Rolle, ob die jeweils verwendeten GVOs im Endprodukt nachgewiesen werden können oder nicht. In Einrichtungen der Gastronomie - dazu zählen auch Imbissbuden - sind alle Speisen und Getränke kennzeichnungspflichtig, wenn sie GVOs sind, diese enthalten oder daraus hergestellt wurden. Solche Produkte müssen dem Endverbraucher mit einem Vermerk angeboten werden, der sie eindeutig kennzeichnet, etwa auf der Speisekarte oder am Buffet.

In der Speisekarte muss beispielsweise gekennzeichnet werden, wenn für die Zubereitung eines Essens gentechnisch veränderte Speiseöle zum Braten oder Frittieren verwendet wurden. Fehlt der Hinweis, machen sich die Wirte strafbar und riskieren Bußgelder von bis zu 50.000 Euro.

Verbraucher lehnen Gen-Food ab

In Umfragen verschiedener Meinungsforschungsinstitute zeichnet sich seit Jahren konstant das gleiche Bild: 60 bis 80 Prozent der Verbraucher in Deutschland lehnen gentechnisch veränderte Lebensmittel ab. Nicht nur die europäischen und deutschen Lebensmittelgesetzlichkeiten, sondern auch dieser Verbraucherwillen wird somit ignoriert.

Aktionsbündnis: Lebensmittelüberwachung muss endlich tätig werden!

Das Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen fordert die zuständigen Lebensmittelüberwachungsbehörden auf, ihren Aufgaben unverzüglich nachzukommen und die deutliche Deklaration des Pflanzenöls aus gentechnisch veränderten Sojabohnen an den Marktbuden der Weihnachtsmärkte und in Gaststätten u.ä. Gastronomiebetrieben durchzusetzen. Die aktuellen Kennzeichnungsregeln gelten seit April 2004 und müssen den zuständigen Behörden bekannt sein.

 

|Pressemitteilung vom 10.04.2007| als .pdf (33 kB)

|Pressemitteilung vom 10.04.2007| als .txt (5 kB)

Genpollen machen an Grenzen nicht halt

12. Mai: Länderübergreifende Protestradtour gegen Gentechnikanbau in Sachsen und Brandenburg, Tour führt von Torgau über Mühlberg nach Elsterwerda / Jeder kann mitradeln – auch Landtagsabgeordnete mit dabei

Brandenburg und Sachsen sind die deutschen Bundesländer für die 2007 die größten Anbauflächen für gentechnisch veränderte Pflanzen in Planung sind. Dagegen gibt es überall in den Regionen Protest. Um diesem Protest Ausdruck zu verleihen, laden die Aktionsbündnisse für eine gentechnikfreie Landwirtschaft aus Sachsen und Brandenburg für Sonnabend, den 12. Mai 2007, zu einer gemeinsamen Protestradtour zu den Genmaisfeldern entlang der Landesgrenzen an der mittleren Elbe ein. Die Tourlänge beträgt 60 km bzw. 30 km (Kurzvariante).

Die Radtour startet um 10.15 Uhr am Bahnhof Torgau (nach Ankunft der Teilnehmer die mit den Regionalzügen aus Richtung Berlin bzw. Leipzig kommen). Nur drei Kilometer von Torgau entfernt, im Pflückuff in der Tourismusregion Dahlener Heide soll in diesem Jahr Genmais auf einer Fläche von 2,3 ha angebaut werden. Die Protestradtour führt von Torgau aus über die Elbe zunächst zu einem Biomilchschafhof und einer Bioimkerei. Diese werden über die Gefahren der unkontrollierten Ausbreitung von gentechnisch veränderten Pollen und Samen für Biolandwirte und für Imker informieren. Nächste Station der Tour ist das Versuchsgut Köllitsch der Sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft. Hier soll auf ca. 2 Hektar gentechnisch veränderter Mais angebaut werden. Die Teilnehmer der Radtour werden gegen 12.30 Uhr am Rand des Versuchsfeldes symbolisch ein Warnschild „Vorsicht Genmais!“ aufstellen. Darüber hinaus gibt es vor Ort Informationen zum Köllitscher Versuchsanbau, sowie zu den Gefahren von freigesetzten gentechnisch veränderten Pflanzen für Natur und Umwelt, für die Gesundheit der Menschen aber auch für langfristige wirtschaftliche Existenz von Landwirtschaftsbetrieben. Für 14 Uhr ist dann auf der nächsten Station der Radtour, im brandenburgischen Mühlberg, eine gemeinsame Andacht von Radtourteilnehmern und Mitgliedern der Mühlberger Kirchgemeinde geplant, anschließend gibt es einen gentechnikfreien Imbiss. Danach geht es zu einem Genmaisfeld von 28 ha Größe in der Nähe von Reichenhain (südlich von Bad Liebenwerda). Auch hier werden (gegen 17 Uhr) die Protestradler symbolisch ein Warnschild aufstellen. Abschluss der Tour ist nach ca. 60 km gegen 18 Uhr am Bahnhof Elsterwerda. Die Kurzvariante der Radtour (30 km Länge) führt die Teilnehmer von Torgau gemeinsam zum Genmaisfeld bei Köllitsch und dann über Belgern zurück nach Torgau.

„Gentechnisch veränderte Pollen und Samen machen nicht an Grenzen halt, weder an Grenzen von Feldern, noch von Bundesländern oder Naturschutzgebieten. Darauf wollen wir mit unserer Radtour aufmerksam machen“, sagt Urte Grauwinkel vom Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen – eine der Organisatorinnen der Tour. „Wir laden alle Menschen, die ihrem Unmut gegen den Gentechnikanbau Ausdruck verleihen möchten, ein, einfach ein Stück mitzuradeln.“ Und Mitorganisatorin Carolin Steinmetzer-Mann – Abgeordnete der Linkspartei im Brandenburg Landtag – ergänzt: „Und weil der Gentechnikanbau ein so gravierendes, grenzüberschreitendes Problem ist, müssen wir auch den Widerstand dagegen grenzübergreifend organisieren – etwa mit dieser länderübergreifenden Radtour.“

Und der Widerstand kann erfolgreich sein, wie das Beispiel der Region Arzberg zeigt. Nach intensiven Protesten der einheimischen Bevölkerung gegen ihren Genmaisanbau im Jahre 2005 hat sich die Arzberger Agrargenossenschaft entschlossen, vorerst auf den Genanbau zu verzichten. Einen Anteil daran hat die Pfarrerin der Mühlberger Kirchgemeinde Kerstin Höpner-Miech, die ihr Engagement für eine gentechnikfreie Landwirtschaft so begründet: „Die Folgen für die Artenvielfalt und für andere Lebewesen sind bisher nicht ausreichend bekannt. Genetisch veränderte Organismen gehören darum noch nicht auf den Acker.“

Auch in der Gemeinde Prösen, zu der das Genmaisfeld bei Reichenhain gehört, regt sich Widerstand: Hier gibt es Bestrebungen einen Antrag auf gentechnikfreie Gemeinde in den Gemeinderat einzubringen.

Weitere Informationen zur Radtour gibt es telefonisch unter:

 

|Pressemitteilung vom 10.04.2007| als .pdf (14 kB)

Genmais um Radeburg: GRÜNE LIGA sieht massive Gefährdung für geschützte Schmetterlinge

FFH Verträglichkeitsprüfung gefordert

Die gezielte Anfrage der GRÜNEn LIGA bei den Naturschutzbehörden der Landkreise ergab, daß der Anbau von transgenem Mais sachsenweit insgesamt zehn mal direkt angrenzend bzw. innerhalb der höchsten europäischen Schutzkategorie, den FFHGebieten stattfindet. In diesen Gebieten kommen Arten vor, für die Sachsen europaweite Verantwortung hat.

Die sächsische Staatsregierung hat auf eine Anfrage der GRÜNEn LIGA Dresden/ Oberes Elbtal e.V. zugegeben, daß sie keine Kenntnis darüber hat, ob sich die angemeldeten Genmaisflächen von gentechnisch verändertem Mais in der Nähe Naturschutzgebieten befinden. „Hier sehen wir eine grobe Unterlassung der Pflicht der Staatsregierung, Natur und Umwelt zu schützen“ sagt Torsten Kohl von der GRÜNEn LIGA Dresden, „international sorgt Genmais immer wieder für besorgniserregende Schlagzeilen im Zusammenhang mit Insekten. Wir fordern eine gründliche Untersuchung der FFHVeträglichkeit. Bis Ergebnisse vorliegen, sollte auf den betroffenen Flächen kein Genmais ausgesät werden.“

Konkret in einem Fall hat die GRÜNE LIGA Regionalverein Dresden nun eine FFH-Verträglichkeitsprüfung gefordert. Der von der Agrargenossenschaft Radeburg angemeldete Anbau soll auf Feldern innerhalb, direkt angrenzend bzw. max. 300m entfernt vom FFHGebiet Promnitz und Kleinkuppenlandschaft bei Bärnsdorf stattfinden. Besonders geschützt ist hier der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling, eine Schmetterlingsart, die nach der Roten Liste gefährdet ist.

Der Schmetterling ist dadurch gefährdet, daß der transgene Mais ständig und in allen Pflanzenteilen ein speziell gegen Schmetterlinge wirksames Gift produziert. Mit dem Pollenflug wird dieses Gift nun auch auf der einzigen Nahrungspflanze der Art, dem Wiesenknopf abgelagert. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen sollte zwischen gefährdeten Schmetterlingsvorkommen und B.t.-Maisanbau ein Abstand von 1km liegen.

Aktuell prüft die GRÜNE LIGA weitere Orte hinsichtlich dieser Thematik. Viel Zeit bleibt nicht: die ersten Agrargenossenschaften können ab Mitte April den Genmais aussäen.

Hintergrund:

Die Sorte MON 810 hat eine veraltete Zulassung – schwach auf ökologische Risiken abgeprüft und EU-Richtlinienwidrig ohne laufendes Monitoring auf Umweltwirkungen angebaut. Deshalb wird die Sorte noch in diesem Jahr einer erneuten Prüfung unterzogen. Auf den geplanten Anbau hat das jedoch noch keine Auswirkung. Aufgrund von ölokogischen Bedenken hat der Bt-Mais MON-810 in den EU-Ländern Ungarn, Österreich und Slowakei keine Anbauzulassung.

 

|Pressemitteilung vom 23.03.2007| als .txt (1 kB)

Gentechnik auf dem Feld

Informationsveranstaltung am 16.4. im Umweltzentrum Dresden

Am 16.04.2007, 19:30 Uhr findet im Umweltzentrum Dresden eine Informationsveranstaltung statt. Zum Themenkreis "Gentechnik auf dem Feld ? Hintergründe und Risiken" werden sprechen:

Rückfragen an:

Torsten Kohl, GRÜNE LIGA Regionalverein Dresden e.V. Tel.: 0351.4943353 mobil: 0178.1745567

 

|Pressemitteilung vom 22.03.2007| als .txt (2 kB)

Eschdorf bleibt gentechnikfrei

Genmaisanbau in Dresden-Eschdorf von Agrarbetrieb komplett zurückgezogen

Knapp sechs Wochen lagen zwischen der Anmeldung einer Genmais-Fläche durch die Agrikultur GmbH Schönfeld im Standortregister des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit und der nun veröffentlichten Mitteilung über die Rücknahme der Flächen. In dieser Zeit ist allerhand passiert - der Arbeitskreis gentechnikfreie Landschaft Schönfelder Hochland, ein Bündnis aus engagierten Bürgern und Mitgliedern in Fachverbänden, hatte sich gegründet und das Vorhaben öffentlich gemacht. Die Agrikultur GmbH Schönfeld wurde nach eigenen Aussagen "mit Briefen bombardiert", die viele Dresdener Bürger an die Agrikultur richteten, zahlreiche Gespräche fanden hinter verschlossenen Türen statt.

Doch der Rückzug ist für die Engagierten kein Anlass zur Freude, weitere knapp 570 ha Genmais sind in Sachsen geplant. Diese Entwicklung sehen die Bürger als sehr ernst an. "Wir müssen mit den Bauern zusammen arbeiten. In bestimmten Landkreisen wird b.t.-Mais angebaut, weil man offenbar nichts verpassen will und den kurzfristigen wirtschaftlichen Erfolg im Blick hat. Dieser aber trügt. Über längerfristige Risiken, Wirtschaftlichkeit und pflanzenbauliche Alternativen wird viel zu wenig nachgedacht.", sagt Torsten Kohl vom Arbeitskreis gentechnikfreie Landschaft Schönfelder Hochland. "Wir sind gespannt, ob die Agrikultur im nächsten Jahr einen neuen Versuch startet. Wir stehen jedenfalls in den Startlöchern und unterstützen die Engagierten in den anderen Anbaugebieten.", so Kohl weiter.

Rückfragen an:

Torsten Kohl, GRÜNE LIGA Regionalverein Dresden e.V. Tel.: 0351.4943353 mobil: 0178.1745567

Marina Drescher, Gönnsdorf Tel.: 0351.2690320

Christiane Bense, BUND-Gruppe Meißen, Tel.: 03521.400234

email an: gentechnikfreies-hochland@web.de

 

|Pressemitteilung vom 11.03.2007| als .txt (2 kB)

Kein Genmais in Eschdorf!

Neuer Arbeitskreis hat sich in Dresden gegründet

In Dresden hat sich ein neuer "Arbeitskreis gentechnikfreie Landwirtschaft Schönfelder Hochland" gegründet. In ihm arbeiten Umweltverbände, Verbraucher und Bürger aus dem Schönfelder Hochland zusammen. Anlass ist die Ankündigung, dass in diesem Jahr in Dresden-Eschdorf auf einer Fläche von 21,3 Hektar Gen-Mais MON-810 angebaut werden soll.

Die Mitglieder des Arbeitskreises sind besorgt über diese Ankündigung und wollen über Risiken und mögliche Folgen des Anbaus von Gen-Mais informieren.

Ansprechpartnerin des Arbeitskreises ist Marina Drescher aus Gönnsdorf 0351-2690320.

Der Arbeitskreis wird vom Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen (www.sachsen-gentechnikfrei.de) unterstützt.

Hintergund:

Insgesamt sind für diese Saison bislang ca. 590 Hektar Genmaisanbau in Sachsen vorgesehen. Erstmalig ist der Anbau im Gebiet der Landeshauptstadt angekündigt.

Der Genmais MON-810 wird bislang nur in wenigen EU-Ländern angebaut. Dagegen haben Österreich, Ungarn, die Slowakei und auch Polen den Anbau dieses Genmaises aufgrund von starken, u.a. ökologischen Bedenken strikt verboten.

 

|Pressemitteilung vom 07.03.2007| als .txt (3 kB)

Initiative "Gentechnikfreies Muldental" beteiligt sich an bundesweiter Aktionswoche

Innerhalb der bundesweiten Aktionswoche "Bleibt uns damit vom Acker" der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und der Anbauverbände sowie der Aktionsbündnisse für eine gentechnikfreie Landwirtschaft finden in Grimma mehrere Veranstaltungen und Diskussionen gegen Anbau der Genkartoffel im Muldental statt.

So wird am 08.03.07 im Lichtspieltheater Grimma der Film "Tote Ernte - Der Krieg ums Saatgut" gezeigt, um Probleme, die in Kanada bereits an der Tagesordnung sind, zu thematisieren. "Gentechnik stoppt nicht den Hunger in der Welt, sondern fördert den Chemieabsatz.", so die Macher des Films Kai Krüger und Bertram Verhaag.

Von den Kirchgemeinden der Region gibt es am Freitag den 09.03.07 einen Gesprächsabend in Grimma zum Thema */Grüne Gentechnik - Anwendung gentechnischer Verfahren in der Landwirtschaft und in der Nahrungsmittelproduktion (aktueller Stand, Ziele, Interessen und mögliche Gefahren)/*/ /mit dem Beauftragten für Glaube, Naturwissenschaft und Umwelt der Landeskirche, Joachim Krause. Als Impuls für das Nachdenken in Kirchgemeinden sei in diesem Zusammenhang an einen Beschluss der sächsischen Landessynode vom Frühjahr 2000 erinnert, welche sich explizit mit der Problematik befasste. Die Synode empfielt darin Kirchgemeinden beim Abschluss oder der Verlängerung von Pachtverträgen folgende Formulierung aufzunehmen: Gentechnisch verändertes Saat - und Pflanzgut darf auf dem Pachtgrundstück nicht ausgesät und gepflanzt werden.

Während des Fortbildungskurses zum ökologischen Landbau am 08.03.07 im Schützenhaus Bad Düben referiert Ursula Gröhn-Wittern zum Thema "Agro-Gentechnik - Gesundheitsrisiken und Risiken für den ökologischen Landbau".

Eingeladen sind alle, die das Thema "Gentechnik in der Landwirtschaft" weiter untermauern und ins Gespräch kommen wollen. Bei den Veranstaltungen werden ethische Aspekte beleuchtet und mit Pächtern, die u. a. auf Kirchenland arbeiten, diskutiert.

*Ansprechpartnerinnen: *

Urte Grauwinkel, Ökolöwe-Umweltbund Leipzig e.V., Tel: 0341-3065 381

Uschi Ziegler, Bastelladen Grimma, Tel: 03437-913964

 

|Pressemitteilung vom 08.02.2007| als .txt (2 kB)

Genmaisanbau in der Landeshauptstadt

Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen ruft zum Protest auf

Erstmals soll in diesem Jahr auch im Gebiet der Landeshauptstadt Dresden Genmais angebaut werden. Das geht aus dem bundesweiten Anbauregister für gentechnisch veränderte Organismen beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL, www.bvl.de) hervor. In der Gemarkung Eschdorf sollen auf den Flurstücken 327/1, 327/2, 327/3, 336 und 349 insgesamt fast 22 Hektar Genmais MON-810 angebaut werden.

Dieser sogenannte Bt-Mais wurde so manipuliert, dass er permanent in der gesamten Pflanze ein Toxin produziert, welches die Larven des Maiszünsler töten soll.

"Genmais ist die falsche Art von Landwirtschaft," sagt Milana Müller, Koordinatorin des Aktionsbündnisses, "die Ausbreitung des Maiszünslers ist die Folge einer nicht standortgerechten Landwirtschaft, verstärkt durch zu kurze Fruchtfolgen. Durch mehrgliedrige Fruchtfolgen, Bodenbearbeitung mit dem Pflug und einen flächenorientierten Viehbesatz lässt sich der Maiszünsler erfolgreich ohne Gentechnik eindämmen bzw. können Maisanbauflächen reduziert werden."

Das Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen prostestiert gegen den Genmaisanbau in Eschdorf und anderswo. Die Dresdner Bevölkerung wird aufgerufen, öffentlich gegen den Genmais Stellung zu beziehen. Insgesamt sind für diese Saison bsilang über 550 Hektar Genmaisanbau in Sachsen vorgesehen.

 

Hintergründe:

Das Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen ist ein Zusammenschluss von Landwirtschafts, Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen in Sachsen. Seit 2004 setzen sie sich gemeinsam für den Erhalt einer gentechnikfreien Landwirtschaft in Sachsen ein.

Seit Ende der 90er Jahre werden in Sachsen gentechnisch veränderte Organismen (GVO) im Freiland getetstet. Seit 2004 gibt es auch in Sachsen den kommerziellen Anbau von gentechnisch verändetem Mais

Der Genmais MON-810 wird bislang nur in wenigen EU-Ländern angebaut. Dagegen haben Österreich, Ungarn, die Slowakei und auch Polen den Anbau dieses Genmaises aufgrund von starken, u.a. ökologischen Bedenken strikt verboten.

Weitere Informationen:

|Pressemitteilung der Grünen Liga Dresden/Oberes Elbtal e.V.| zum Genmaisanbau in Eschdorf

|Pressemitteilung der Grünen Liga Dresden/Oberes Elbtal e.V.| zum anbauenden Betrieb in Eschdorf

 

|Pressemitteilung vom 15.05.2006| als .txt (2 kB)

Gen-Mais-Felder zurückgezogen

Felder in Wildenhain, Bauda und Zabeltitz im Standortregister zurückgezogen

Aktionsbündnis: Anbau von MON-810 komplett unterlassen, um Schaden zu vermeiden

Drei für den Gen-Mais-Anbau vorgesehene Felder in der Großenhainer Pflege wurden im bundesweiten Standortregister zurückgezogen. In Wildenhain-Walda, Bauda und Zabeltitz-Nasseböhla wurden insgesamt 20 Hektar abgemeldet, die seit Januar für den Anbau des gentechnisch veränderten Maises MON-810 vorgesehen waren.

"Jeder Hektar, der nicht mit Gen-Mais bestellt wird. ist ein Gewinn", sagt Milana Müller vom Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen, "- ein Gewinn für die Bauern, Gärtner und Imker in der Umgebung, ein Gewinn für Natur und Umwelt und ein Gewinn für die Verbraucher, die keine Gentechnik haben wollen. Letztendlich sogar ein Gewinn für die anbauenden Agrar-Betriebe, die damit Gentechnik-Kontaminationen auf ihren Feldern und damit Flächenentwertung vermeiden."

In diesem Sinne fordert das Aktionsbündnis, auch die anderen ans Standortregister gemeldeten Flächen zurückzuziehen und den Anbau von MON-810 zu unterlassen.

Vor wenigen Wochen hatte das Aktionsbündnisses eine Protestradtour durch die Großenhainer Pflege unternommen, um gegen den geplanten Anbau von Gen-Mais zu protestieren.

 

Möglicherweise ist der Anbau von Gen-Mais MON-810 illegal. Er wurde von Landwirtschaftsminister Seehofer in dessen ersten Amtswochen zugelassen, allen Sicherheitsbedenken zum Trotz. Nach einem vergangene Woche vorgelegten Rechtsgutachten der bündnisgrünen Bundestagsfraktion hätte diese Zulassung nicht erfolgen dürfen. In verschiedenen Ländern der EU ist der MON-810 folgerichtig bereits verboten, z.B. in Ungarn, Österreich und Polen.

 

Das Aktionsbündnis fordert, die Zulassung von MON-810 zurückzuziehen und evtl. schon ausgebrachte Saat zu vernichten.

 

|Presseeinladung zum 29.04.2006| als .txt (2 kB)

Bevor die Saat aufgeht

Eine Protest-Radtour führt am 29. April zu den sächsischen Genmaisfeldern in der Großenhainer Pflege

Eröffnungsveranstaltung mit Pressegespräch am Sonnabend, dem 29. April, 11.30 Uhr an der Kirche in Skäßchen

Zeitlicher Ablaufplan der Radtour

Für Rückfragen stehen Ihnen Milana Müller oder Iris Stauch vom Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen telefonisch zur Verfügung unter: 035203-31816 0351-2017955 bzw. 0160- 91534112 (nur während der Radtour)

 

|Pressemitteilung vom 03.03.2006| als .txt (5 kB)

3. März: Bundesweiter Aktionstag "Keine Gentechnik auf dem Acker und auf dem Teller!"

Drei Aktionen in Sachsen

Am 3. März findet in Deutschland ein Aktionstag für die gentechnikfreie Landwirtschaft statt. Initiativen, Kommunen, Aktionsbündnisse, Verbände, VerbraucherInnen, Bäuerinnen und Bauern werden in bunten, vielfältigen Demonstrationen und Aktionen in Städten und auf dem Lande ein deutliches politisches Signal für den Schutz der gentechnikfreien Landwirtschaft zu setzen.

Termine für Sachsen am 3. März:

Dresden

zur Neueröffnung des Bio-Marktes auf Vorwerk Podemus, Podemuser Ring 1, 01156 Dresden-Podemus 10-19 Uhr Informationsstand für VerbraucherInnen mit der Aktion "Bantam-Mais – frisch, frech, fruchtbar, frei" des Aktionsbündnisses für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen

10 Uhr Pressetermin: 10.000+ ha gentechnikfrei in Sachsen

Leipzig

Schaubühne ‚Lindenfels’ Karl-Heine-Str. 50, 04229 Leipzig, Veranstalter: ÖKOLÖWE Umweltbund Leipzig e.V. 18 Uhr: Filmvorführung "Leben außer Kontrolle. Von Genfood und Designerbabies" (Westend Film & TV Produktion)

 

|Pressemitteilung vom 21.02.2006| als .txt (2 kB)

Landwirte in Sachsen arbeiten gentechnikfrei

Aktionsbündnis erstellt Karte gentechnikfrei arbeitender Betriebe

Das Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen erstellt eine Karte gentechnikfrei arbeitender sächsischer Landwirtschaftsbetriebe. "Wir möchten möglichst alle Betriebe erfassen, die ihre Flächen gentechnikfrei bearbeiten," sagt Jens Heinze vom Aktionsbündnis, "Wir rufen daher alle gentechnikfrei arbeitenden konventionellen und Bio-Betriebe auf, uns ihre Flächen zu melden." Die Mehrheit der sächsischen Landwirte arbeitet gentechnikfrei auf ihren Ackern. Durch Polleneintrag aus Genmaisfeldern ist auch bei ihrer Ernte das Qualitätsmerkmal "gentechnikfrei" gefährdet.

Die Betriebe werden anonymisiert, aber mit Orts- und Flächenangabe im Internet veröffentlicht. Ein Rückmeldeformular kann im Internet unter www.sachsen-gentechnikfrei.de heruntergeladen werden. Betriebe ohne Internetanschluss bekommen das Formular auf telefonische Anforderung (035203-31816) per Fax oder Post zugeschickt..

Hintergrund: In Sachsen soll in diesem Jahr auf 17 Feldern mit einer Gesamtfläche von 271 Hektar Genmais angebaut werden. Das geht aus dem Standortregister (www.bvl.bund.de) hervor. Angebaut wird der Genmais MON-810, der gentechnisch so verändert wurde, dass die gesamte Pflanze ein Bt-Toxin produziert. Der Mais erhielt in Deutschland kürzlich eine allgemeine Sortenzulassung, obwohl er in anderen EU-Ländern aufgrund von Sicherheitsbedenken verboten wurde. Eine Karte der für 2006 angemeldeten Genmaisstandorte in Sachsen hat das Aktionsbündnis unter www.sachsen-gentechnikfrei.de Stichwort Sachsen-GenMaisAnbau veröffentlicht.

|Rückmeldeformular|

 

 

|Pressemitteilung vom 10.01.2006| als .txt (3 kB)

Genmais in Skäßchen geplant

Erstes Gentechnik-Mais-Feld für Sachsen 2006 im Standortregister gemeldet

Bevölkerung soll Auskunftsrecht nutzen

Gestern wurde das erste sächsische Feld für den Anbau von gentechnisch manipulierten Mais der Sorte MON-810 an das bundesweite Standortregister gemeldet. In Skäßchen, Gemarkung Krauschütz; Flurstück 538-550 soll auf einer Fläche von 10000 qm sogenannter Bt-Mais angebaut werden. "Wir halten den Freiland-Anbau von gentechnisch manipulierten Pflanzen für verantwortungslos, "sagte dazu Milana Müller, Koordinatorin des Aktionsbündnisses für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen, "eine Politik, die wissenschaftlich fundierte Sicherheitsbedenken zugunsten von kurzfristigen Gewinnen der Agro-Chemie-Industrie beseite wischt, gefährdet unsere Ernährungsgrundlage und missachtet den Vebraucherschutz."

Dieser Mais produziert permanent in der gesamten Pflanze ein Bt-Toxin. Damit soll der Befall des Maises mit den Larven des Maiszünslers verhindert werden. Nachdem die alte Bundesregierung die Zulassung von MON-810 aufgrund von Sicherheitsbedenken auf Eis gelegt hatte, erhielt der Genmais unter dem neuen Landwirtschaftsminister Seehofer alsbald seine Sortenzulassung und unterliegt in Deutschland damit im Anbau keinen Mengenbeschränkungen mehr. Mehrere EU-Länder (u.a. Österreich, Slowakei) haben dagegen den Anbau von MON-810 verboten, weil es große Sicherheitsbedenken gibt, die zum Zeitpunkt der europäischen Zulassung noch nicht bekannt waren.

Die flurstücksgenaue Meldung der Felder ans Standortregister geht auf ein unter der damaligen Ministerin Künast verabschiedetes Gesetz zurück. Dadurch ist es möglich, dass sich von der Agrogentechnik betroffene Landwirte, Gärtner und Imker sowie die Verpächter und Bevölkerung genau über die Standorte und das Ausmaß des Gentechnikanbaus informieren können. Die schwarzrote Koalition bereitet eine Gesetzesänderung vor, die diese Auskunftsmöglichkeiten stark einschränken will.

 

Das Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen ruft dazu auf, die Informationsrechte zu nutzen und sich im Anbauregister über die Anmeldungen von geplanten Gen-Ackern zu informieren.

 

|Standortregister|

|Informationen zum Standortregister|

 

9.Juni 2005 Neues Rathaus Leipzig

|Pressemitteilung vom 07.06.2005| als .doc (36 kB)

|Aktionsprogramm des Bündnisses|

Gentechnikfreie Stadt Leipzig 2005!

Aktionsbündnis und Stadträte enthüllen symbolisch neues Leipziger Ortseingangsschild und stellen Aktionsprogramm vor: Leipzig bis zur Fußball-WM auf dem Weg zur ersten gen-dopingfreien Stadt in Sachsen

Seit dem Fall des EU-Gentechnik-Moratoriums versuchen große Agrogentechnik-Konzerne in Europa, in Deutschland und gerade auch in Sachsen verstärkt gentechnisch veränderte Pflanzen anzubauen. Dagegen regt sich überall Widerstand: von Bauern, von Verbrauchern, Umweltverbänden und Kommunen. Leipzig hat mit dem Stadtratsbeschluss vom 18. Mai 2005, dem Beispiel hunderter anderer europäischer Städte und Gemeinden folgend, einen ersten Schritt zu einer „gentechnikfreien Stadt“ bzw. zu einer gentechnikfreien Region getan.

Am 9. Juni um 17 Uhr wird jetzt das Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Stadt Leipzig auf den Treppen des Neuen Rathauses das erste gentechnikfreie Leipziger Ortseingangsschild enthüllen und erstmals ein konkretes Aktionsprogramm der Öffentlichkeit vorstellen: „Wir drängen nicht nur darauf, dass die Stadt ihren Beschluss zur Gentechnikfreiheit möglichst schnell umsetzt und die Pachtverträge an landwirtschaftliche Nutzer mit einer Ausschlussklausel für Gentechnik-Anbau versieht, sondern wir möchten eine breite gesellschaftliche Debatte zu diesem Thema anstoßen, mit dem Ziel, die Leipzig und ihr Umland zu einer gentechnikfreien Region zu entwickeln“, so Rainer Totzke vom Ökolöwen – Umweltbund Leipzig e.V., einer der Sprecher des Aktionsbündnisses, in dem sich die Leipziger Umweltverbände: Ökolöwe, NABU, BUND und Greenpeace Leipzig, Verbraucherinitiativen und engagierte Bürger dieser Stadt, der StudentInnenRat der Universität Leipzig, die Kreisverbände bzw. die Stadträte von PDS und Bündnis 90/ Die Grünen, ADELE – die ökologische Plattform in und bei der PDS und der Eine Welt e.V. Leipzig zusammengeschlossen haben. Die Mitglieder des Aktionsbündnisses werden auf Bauern und Grundeigentümer in und um Leipzig ebenso zugehen wie auf Bäcker, Hoteliers und Mensa- und Restaurantleiter, um für konsequent gentechnikfreies Essen in Leipzig zu werben bringen. Gefordert wird auch, einen industrieunabhängigen Lehrstuhl für Risikogentechnik an der Universität Leipzig einzurichten. Um Leipzigs Bürger über das Thema Gentechnik in der Landwirtschaft stärker zu informieren, haben die Mitglieder des Bündnisses das erste gentechnikfreie Leipziger Ortseingangsschild entworfen, das mit Verbraucherinformationen versehen ab 9. Juni regelmäßig an verschiedenen Orten in Leipzig stehen wird, sei es auf dem Leipziger Wochenmarkt, zu öffentlichen Veranstaltungen oder in Einkaufszentren. Das nächste Mal bereits am Sonntag, dem 12. Juni zur Ökofete im Leipziger Clarapark.

Die Aktion „Gentechnikfreie Stadt Leipzig 2005“ vor dem Neuen Rathaus ist ebenso wie die Ökofete Bestandteil der Leipziger Umwelttage, die 2005 aus Anlass des bevorstehenden Fußball-Confederation-Cup und der Fußball-WM 2006 unter dem Motto stehen: Am Ball bleiben – Umwelt in Bewegung. „Sport und Doping passen bekanntlich nicht zusammen, Essen und Gendoping auch nicht. Deshalb wollen wir, dass Leipzig bis zur WM im nächsten Jahr in punkto Genfood sauber ist“, so Rainer Totzke vom Ökolöwen. „Damit ist Leipzig auf dem Weg zur ersten gentechnikfreien Region in Sachsen.“

P.S. Während der Aktion am Neuen Rathaus und zur Ökofete ist auch der Riesen-Genmaiskolben des BUND vor Ort. Außerdem können Bürger einen Protestbrief an die vier Genmais-anbauenden Agraruntermnehmen in Sachsen unterzeichnen.

Das Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Stadt Leipzig ist zu erreichen über Tel. 0341-3065381 (Ökolöwe) und im Internet unter www.oekoloewe.de und www.sachsen-gentechnikfrei.de

Ökolöwe – Umweltbund Leipzig e. V., Greenpeace Leipzig, Naturschutzbund - Kreisverband Leipzig, Bündnis 90 / Die Grünen - Kreisverband Leipzig, Stadtratsfraktion der PDS, Eine Welt e. V. Leipzig, BUND Leipzig, StudentInnenRat der Universität Leipzig, ADELE – die ökologische Plattform in und bei der PDS Sachsen, Verbraucherinitiative gegen Gentechnik in Lebensmitteln und Landwirtschaft und engagierte Bürger dieser Stadt

Für RÜCKFRAGEN stehen wir zur Verfügung unter: Tel. 0341-3065381 bzw. 0163-4678832.

 

28. April 2005

|Pressemitteilung vom 28.04.2005| als .txt (2 kB)

Aussaat 2005 - aber ohne Genmais!

Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen startet mit einem Offenen Brief die Unterschriftensammlung gegen den Anbau von Genmais

Die ursprünglich in Sachsen geplante Anbaufläche für Genmais wurde bereits vor der Aussaat um weit mehr als 30 Prozent reduziert. Bewirkt wurde dies durch Prosteste von Anwohnern, Landeigentümern, Kirchen, Umweltverbänden und vielen anderen Betroffenen. Dieses Resümee zog heute das Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen auf der Landwirtschaftsmesse agra in Leipzig.

"Nun kommt es darauf an, auch bei den verbliebenen Feldern die Landwirte zu überzeugen, von ihren gefährlichen Plänen Abstand zu nehmen," sagte Saskia Dellwing vom Aktionsbündnis. "Deshalb haben wir einen Offenen Brief an die potenziellen sächsischen Genmaisbauern verfasst, für den wir ab heute Unterschriften sammeln." Die Unterschriftensammlung startet zur agra und wir in den nächsten Wochen in ganz Sachsen weiterlaufen.

Das Aktionsbündnis informiert auf der agra nicht nur über den geplanten Genmaisanbau in Sachsen, sondern berät auch bei der Gründung von gentechnikfreien Regionen. "Wir empfehlenallen Landwirten und Kommunen, die der Agrogentechnik kritisch gegenüberstehen, sich zu gentechnikfreien Regionen zusammenzuschließen, wie es schon vielerorts in Deutschland geschehen ist" rät Agnes Mocha, Bäuerin und Ziegenkäserin aus der Oberlausitz, "so können sie Zeichen setzen, dass Ernährungssicherheit und wirtschaftliches Überleben einer vielfältigen Landwirtschaft nur ohne Gentechnik möglich sind."

"Wir sind auf der agra, um mit möglichst vielen Landwirten zum Thema Agro-Gentechnik ins Gespräch zu kommen," sagt Nicola Burgeff vom Hof Mahlitzsch, "Agro-Gentechnik bringt den Bauern bestenfalls kurzfristig einen wirtschaftlichen Vorteil, langfristig haben sie genau wie die Verbraucher das Nachsehen." Die schmerzlichen Erfahrungen der Gentechnikanbauern in den USA und Kanada zeigen, dass nur die Agro-Chemie-Konzerne dauerhaft vom Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen profitieren.

Die Informationen zu den geplanten Genmaisstandorten basieren auf den Angaben des Standortregisters, das seit Anfang Februar im Internet einsehbar ist (www.bvl.bund.de)

 

15. April 2005

|Pressemitteilung vom 15.04.2005| als .txt (2 kB)

Jetzt weniger Genmaisfelder in Sachsen

Nach Protesten: Erste Anmeldungen zurückgezogen | Verpächter sind nicht machtlos

Die ersten für den Anbau von gentechnisch veränderten Mais vorgesehenen Felder in Sachsen wurden zurückgezogen. Das geht aus den neuesten Veränderungsmeldungen des Standortregisters hervor.

Eines der beiden in der Gemeinde Wildenhain (Kreis Riesa-Großenhain) geplanten Felder wurde nun auch offiziell im Standortregister zurückgezogen, nachdem die Anmelder das bereits vor Wochen gegenüber der Presse angekündigt hatten.

Die in Arzberg (Kreis Torgau) für den Genmaisanbau vorgesehene Fläche wurde von ca. 22 auf nur noch 1 Hektar reduziert. Hier hatten die Besitzer der Flächen sich mit dem Anbau nicht einverstanden erklärt.

Außerdem erhielt der Besitzer eines in Oberlichtenau (Kreis Kamenz) für den Genmaisanbau vorgeshenen Flurstücks nach Protesten die Zusage, dass sein Pächter vom Fläche nicht wie angemeldet mit Genmais , sondern nun doch mit konventionellem Mais bestellen will. Hier fehlt noch der verbindliche Eintrag im Anbauregister.

 

"Ein Erfolg, der Mut macht," sagt Jens Heinze vom Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen, "der wache Verstand und die Beharrlichkeit der Landbesitzer hat im Zusammenspiel mit gentechnikkritischen Organisationen und der Berichterstattung in Presse und Rundfunk dafür gesorgt, dass die gemeldeten Anbauflächen um etwa 30 Prozent reduziert wurden." Das Aktionsbündnis ruft Landeigner auf, auf ihren Flächen den Anbau von Genmais zu untersagen bzw. zu unterlassen. Einen Link zu einer entsprechenden Ergänzung für bestehende Pachtverträge ist auf der Internetseite des Aktionsbündnisses geschaltet.

 

Landeigner, auf deren Flächen ohne ihr Einverständnis der Anbau von Genmais geplant ist, sollten das Gespräch mit ihren Pächtern suchen und sie eindringlich auf ihre Ablehnung und die vom Genmaisanbau ausgehenden Gefahren hinweisen.

 

10. April 2005

|Pressemitteilung vom 10.04.2005| als .txt (2 kB)

Bevor die Saat aufgeht

Eine erfolgreiche Protest-Radtour am 9. und 10. April zu den Sächsischen Genmaisfeldern in Zabeltitz bei Großenhain, Leippe-Torno bei Hoyerswerda und Möhrsdorf bei Kamenz

Am Samstag, den 9. April startete in Zabeltitz, als eine vom Gen-Anbau betroffene Gemeinde, in der nähe von Großenhain die Protest-Radtour mit ca. 35 TeilnehmerInnen und zahlreichen Zuschauern.

Dort fand um 11 Uhr an der Kirche eine Eröffnungskundgebung statt. Zu Wort kamen Saskia Dellwing als Vertreterin des Aktionsbündnisses. Sie sprach über den aktuellen Stand des Gentechnik-Anbaus in Sachsen.

Agnes Mocha ist betroffene Bio-Landwirtin aus Zittau. Sie fragte "Gentechnik ist die Anwort. Aber wie hieß das Problem? Die Probleme, die mit der Gentechnik >>bekämpft<< werden sollen, sind die Folgen von industrieller Landwirtschaft und der damit verbundenen Monokultur auf unseren Äckern. Die Alternative ist eine mit dem Boden verbundene bäuerliche Landwirtschaft, die den Bauern auch wieder ein gesundes Einkommen verschafft." Uwe Lehmann aus Großenhain, Insektenkundler der Nabu-Kreisgruppe war ebenfalls über den geplanten Genmaisanbau in seiner Region empört.

Anschließend fuhren die Kundgebungsteilnehmer gemeinsam an den für den Genmais-Anbau vorgesehenen Feldern nach Nasseböhla und Skaup, um symbolisch Protest- und Warnschilder aufzustellen.

Dabei zeigte sich daß die Agrargennossenschaft nicht untätig war. Sie hat tiefe Gräben auf dem Zufahrtsweg zum Feld eingearbeitet. Der Sinn dieser Aktivität erschloss sich den Teilnehmerninnen der Prostest-Radtour nicht. Vermutlich sollte es den Weg zum Genfeld erschweren.

Trotz starken Regens erreichte die Gruppe am späten Sonnabendnachmittag die ebenfalls vom Genmais-Anbau bedrohte Gemeinde Leippe-Torno bei Hoyerswerda.

Dort wurde in der Alten Schule von Leippe der Dokumentarfilm "Tote Ernte - der Krieg ums Saatgut" gezeigt. Den Film über die Folgen des Genrapsanbaus in Kanada schauten sich Anwohner aus Leippe-Torno, Hoyerswerda und die TeilnehmerInnen der Radtour an.

Am Sonntag führte die Radtour nach Möhrsdorf und Oberlichtenau bei Kamenz.

"Kurz vor Beginn der Genmais-Aussaat machen wir die Öffentlichkeit noch einmal auf das akute Problem des Gentechnikeinsatzes in der Landwirtschaft aufmerksam. Vor allem kommen wir mit den vielen betroffenen Menschen vor Ort in den für den Genanbau vorgesehenen Gemeinden ins Gespräch kommen: mit Bauern, Verpächtern und Bürgern, von denen uns seit Bekanntwerden der geplanten Anbauflächen täglich Anrufe mit besorgten Fragen erreichen." erläutert Milana Müller, Sprecherin des Aktionsbündnisses für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen, den Hintergrund der Aktion.

"Wir informieren konkret über die in Zusammenhang mit der Agrogentechnik bestehenden Probleme, aber auch darüber, welche ökonomisch und ökologisch sinnvollen Alternativen es zum Gen-Anbau im Freistaat Sachsen gibt."

Die Protest-Radtour wurde vom Aktionsbündnis für gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen organisiert.

Das Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen ist ein Zusammenschluss von Verbraucherinitiativen, Bauernvereinigungen, Umweltverbänden und vielen weiteren Organisationen aus ganz Sachsen, der sich im April 2004 gegründet hat.

 

16. März 2005

|Pressemitteilung vom 16.03.2005| als .txt (2 kB)

Anbauregister bedroht

Rot-Grün will europaweit vorbildliche Regelung im Gentechnikgesetz aufweichen
Sächsische Landeigner, Imker und Nachbarn haben Zusatzaufwand durch geplante Regelungen

Am kommenden Freitag soll das bundesweite Anbauregister für gentechnisch veränderte Pflanzen (GVP) im Bundestag durch die Koalitionsparrteien in wesentlichen Teilen verwässert werden. Das Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen hat dagegen bei der zuständigen Bundesministerin, beim Bundeskanzler und bei Abgeordneten der beiden Koalitionsparteien in Bundes- und Landtag protestiert.

Das Aktionsbündnis ruft alle Landeigner in Sachsen auf, sich diesem Protest anzuschließen.

 

Die Koalition plant, künftig im Anbauregister nur noch Angaben zu Ort und Gemarkung des geplanten GVP-Anbaus zu veröffentlichen. die biherige Angabe der Flurstücke soll entfallen. "Damit entfällt ein wesentlicher Teil der Transparenz, den das neue Gentechnikgesetz geschaffen hat," sagt dazu Saskia Dellwing vom Aktionsbündnis, "Bei uns haben sich in den letzten Wochen wiederholt Grundeigner gemeldet, die ihre Flurstücke in den Anmeldungen des Anbauregisters wiedergefunden hatten, ohne dass sie von ihren Pächtern informiert worden wären".

In Sachsen ist es sehr häufig anzutreffen, dass Landeigner nicht Landbewirtschafter sind. In älteren Pachtverträgen ist oftmals der Anbau von GVP nicht geregelt, weil das zum Zeitpunkt des Abschlusses der Verträge noch nicht absehbar war. Durch die Veränderung im Anbauregister kommen auf Verpächter hohe bürokratische Hürden zu, wenn sie künftig nachweisen müssen, warum sie ein Interesse an der Kenntnis der genauen Flurstücke haben.

Gleiches gilt für auf der Gemarkung ansässige Landwirte, die bewusst auf den Anbau von GVP verzichten wollen und sich vor Schäden durch Eintrag von GVP aus Nachbarfeldern hüten wollen sowie für Imker, die nicht zur Verbreitung von GVP beitragen wollen.

 

20.Februar 2005

|Pressemitteilung vom 20.02.2005| als .txt (2 kB)

Noch mehr Genmais aus Sachsen

Zwei weitere Genmaisfelder in Sachsen geplant
Schwerpunkt des Genmaisanbaus um Großenhain

Das Standortregister weist zwei weitere geplante Felder für den Anbau von Genmais aus. In den Gemeinden 01561 Wildenhain und 01561 Zabeltitz neben dem schon bisher gemeldeten Feldern jetzt jeweils ein weiteres Feld geplant. In Zabeltitz Gemarkung Skaup soll auf 19,70 Hektar, in Wildenhain auf 10,52 Hektar Genmais angebaut werden. Damit steigt die geplante Anbaufläche auf reichlich 175 Hektar, die Zahl der Felder auf zwölf.

"Die geplanten Standorte für den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen müssen mindestens drei Monate vor der Aussaat beim Anbauregister gemeldet sein", sagt Jens Heinze von Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen, "die Aussaat von Mais erfolgt normalerweise bis spätestens zum 20.Mai."

Die Gemeinden Zabeltitz und Wildenhain bei Großenhain kristallisieren sich damit als Schwerpunkte des Genmaisanbaus in Sachsen heraus. Etwa 45 % der geplanten Genmaisflächen sind in diesen Orten.

 

18.Februar 2005

|Pressemitteilung vom 18.02.2005| als .txt (2 kB)

Nützliche Insekten durch Bt-Mais gefährdet

Mit Bt-Mais wird vermutlich auch die Bienengesundheit geschwächt

Auf zehn Feldern - an sieben Standorten - in Sachsen ist für dieses Jahr der Anbau des Gen-Mais MON 810 geplant.

Bt-Toxine, die vom insektenresistenten Gen-Mais MON 810 produziert werden, können für Nicht-Ziel-Organismen schädlich sein.

Das Gift des Bodenbakteriums Bacillus thuringiensis, das den Bt-Mais gegen Maiszünsler-Befall resistent machen soll, kann sich im Boden anreichern und gefährdet nützliche Insekten. Dies hat eine Studie aus den USA nachgewiesen (Entomological Society of America, 2004). Die Organismen nehmen das Gift entweder über Pollen oder Pflanzenabfälle auf oder fressen Schädlinge, die das Toxin aufgenommen haben.

Erste Untersuchungen an der Uni Jena ergaben, dass Bienenvölker, die mit Bt-Mais-Pollen gefüttert wurden, mit einer Verringerung der Brutaufzucht reagierten. "Das würde unseren Verdachtsmoment bestätigen, dass das Insektengift im Maispollen zur Schwächung der Bienenvölker führen könnte." sagte Herrn Haefeker vom Deutschen Berufs- und Erwerbsimkerverbund, den das Aktionsbündnis für gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen zur Wirkung des Bt-Maises auf Bienen befragt hat.

 

14.Februar 2005

|Pressemitteilung vom 14.02.2005| als .txt (2 kB)

Wissen, wohin der Genmais kommt

Aktionsbündnis stellt Karte mit Gentechnikstandorten in Sachsen ins Netz

Auf den Internetseiten des Aktionsbpündnisses für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen ist ab sofort eine Karte mit den in diesem Jahr geplanten Genmais-Feldern im Netz.

Unter http://www.sachsen-gentechnikfrei.de kann sich somit jeder einen Überblick verschaffen, wo in seiner Nähe gentechnisch veränderter Mais angebaut werden soll. Die Angaben zu den Feldern entstammen dem seit wenigen Tagen veröffentlichten Standortregister (http://www.bvl.bund.de). Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist die Aussaat von Genmais auf 10 sächsischen Feldern mit mehr als 130 Hektar Fläche geplant.

 

10.Februar 2005

|Pressemitteilung vom 10.02.2005| als .txt (2 kB)

Informationen zur Gentechnik

Aktionsbündis bei AbL-Bauerntag dabei

Auf dem am Freitag, dem 11.2.2005 in Dresden stattfindenden AbL-Bauerntag ist das Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen von 10.00 bis 19.00 mit einem Informationsstand vertreten.

Es gibt Informationen für Verbraucher und Landwirte. Z.B. über Gentechnik in Lebensmitteln, die Einrichtung gentechnikfreier Regionen. Auch das vor wenigen Tagen veröffentlichte Standortregister mit Feldern, auf denen in diesem Jahr Genmais angebaut werden soll, wird eine Rolle spielen.

Wir laden alle Dresdner und ihre Gäste sowie Landwirte aus der Region ein, in der Dreikönigskirche vorbeizuschauen.

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) veranstaltet ihr bundesweites Treffen am 11.2.2005 in der Dresdner Dreikönigskirche (Hauptstraße 23, Innere Neustadt)

 

8. Februar 2005

|Pressemitteilung vom 08.02.2005| als .txt (2 kB)

Auch 2005 Genfelder in Sachsen geplant

Genmais auf 10 sächsischen Feldern angekündigt

In Sachsen wird in diesem Jahr auf 10 Feldern Genmais angebaut werden. Das geht aus dem Standortregister des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hervor, das seit wenigen Tagen im Internet online ist |http://www.bvl.bund.de/standortregister.htm|. Nach den Vorschriften des seit Anfang Februar gültigen Gentechnikgesetzes sind an dieses Register alle Flächen zu melden, auf denen gentechnisch veränderte Organismen angebaut werden sollen.

In Sachsen soll auf insgesamt mehr als 130 ha Genmais angebaut werden: in Zabeltitz und Wildenhain bei Großenhain, Haselbachtal bei Panschwitz-Kuckau, Oberlichtenau bei Pulsnitz, Gaußig OT Weißnaußlitz bei Bautzen, Leippe-Torno in der Nähe von Hoyerswerda, Arzberg bei Torgau.

"Nachdem 2004 der Anbau von Genmais noch im Geheimen stattfand, ist es in diesem Jahr durch das Gentechnikgesetz wenigstens bekannt, wo voraussichtlich genmanipulierte Pflanzen angebaut werden sollen", sagt Jens Heinze vom Aktionsbündnis für gentechnikfreie Landwirtschaft, "Somit haben die Betroffenen wie z.B. Landwirte, Imker, Gärtner oder auch Kleingärtner die Möglichkeit, sich darüber zu informieren. Das Aktionsbündnis ermutigt die betroffenen Landwirte, Imker, Gärtner und Anlieger das Gespäch mit den Besitzern der entsprechenden Flächen zu suchen."

Im öffentlich zugänglichen Teil des Anbauregisters sind die potentiellen Gentechnikfelder flurstücksgenau gemeldet. Personen, die ein berechtigtes Interesse an den personenbezogenen Daten glaubhaft machen, können einen Antrag beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) Referat 404 (Koexistenz, GVO Monitoring), Taubenstraße 42/43, 10177 Berlin stellen, um die personenbezogenen Daten der Gentechnik-Anbauer zu erfahren. Ein Formular gibt es auf o.g. Internetseite. Das Aktionsbündnis fordert Landwirte, Imker, Kleingärtner, Gärtner u.a. Betroffene auf, von diesem Recht Gebrauch zu machen.

 

6. Februar 2005

|Pressemitteilung vom 06.02.2005| als .txt (2 kB)

Neues Gentechnikgesetz seit 3. Februar in Kraft

Geheimer Anbau von Genpflanzen auch in Sachsen jetzt illegal

Am 3. Februar trat das neue Gentechnikgesetz in Kraft. Nach mehr als einjährigem Tauziehen zwischen Gentechnikbefürwortern und Gentechnikkritikern sind wesentliche Forderungen für den Schutz der Landwirte und der Verbraucher in diesem Gesetz enthalten.

Die gesamtschulderische Haftungsregelung gibt Sachsens Landwirten, die keine Gentechnik auf ihren Äckern einsetzen wollen, eine größere Sicherheit.

Mit dem Standortregister haben sie z.B. die Möglichkeit, sich vor der Aussaat mit den Nutzern der gentechnisch veränderten Pflanzen in Verbindung zu setzen.

Eine Haftung für Umweltschäden, wie sie von den Naturschutz- und Umweltverbänden immer gefordert wurde, fehlt allerdings im neuen Gentechnikgesetz.

 

14. September 2004

|Pressemitteilung vom 14.09.2004| als .txt (2 kB)

Landtagswahl 2004: Sachsen gentechnikfrei!

Dienstag, 14. September, 18.30 Uhr: Aktionsbündnis übergibt tausende Unterschriften und gentechnikfreie Ernteprodukte an Sachsens Landwirtschaftsminister Flath/ Symbolische Traktorentour sächsischer Bauern nach Kloster Zella/ Welche Position bezieht Minister vor der Landtagswahl?

Am 14. September 2004 um 18.30 Uhr übergibt das Aktionsbündnis mehr als 4500 Unterschriften für den Erhalt einer gentechnikfreien Landwirtschaft in Sachsen an den zuständigen Umwelt- und Landwirtschaftsminister Steffen Flath.

 

31. Juli 2004

|Pressemitteilung vom 31.07.2004| als .txt (2 kB)

Für ein Sachsen ohne Gentechnik!

Aktionsbündnis sammelt weiter Unterschriften für gentechnikfreie Landwirtschaft

Noch bis zum 7. September 2004 sammelt das Aktionsbündnis für gentechnikfreie Landwirtschaft sachsenweit Unterschriften für eine Petition an Umweltminister Steffen Flath.

Herr Flath wird aufgefordert, sich für

Auch um eine unabhängige Kontrolle der Kennzeichnung von Lebensmitteln soll sich das Umweltministerium kümmern.

Bisher haben sich über 2000 Menschen aus allen sächsischen Kreisen mit ihrer Unterschrift für eine gentechnikfreie Landwirtschaft positioniert.

Die Petition kann sich jeder aus dem Internet unter www.sachsen-gentechnikfrei.de herunterladen oder können beim Aktionsbündnis angefordert werden: Dresdner Str. 13 a, 01737 Tharandt oder Tel. (035203) 31816 oder (0351) 401 2389.

Das Aktionsbündnis für gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen setzt sich für die Belange der Landwirte und Verbraucher ein, die auch weiterhin gentechnikfrei wirtschaften und essen wollen. In dem Bündnis sind Landbau-, Umwelt - und Verbraucherverbände sowie sächsische Verarbeiter und Naturkosthändler vereinigt.

 

7. Mai 2004

|Pressemitteilung vom 07.05.2004| als .pdf (13 kB)

Die Geister, die ich rief ...

Das Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen lehnt die großflächige Freisetzung von gentechnisch verändertem Mais in Sachsen ab

Das Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen protestiert gegen die Aussaat von genmanipuliertem Mais im sogenannten Erprobungsanbau in Sachsen. Diese Aussaat dient nicht, wie offiziell behauptet wird, der Erforschung der Auswirkungen von gentechnisch veränderten Pflanzen (GVP) im Freiland, sondern einer schleichenden Markteinführung.

Hier werden kommerzielle Interessen der Saatgut- und Agrarkonzerne unter aktiver oder passiver Duldung durch die Staatsregierung gegen den Willen der Bevölkerung durchgesetzt. Den sächsischen Landwirten und der sächsischen Natur werden die Risiken und Auswirkungen der Gentechnik aufgebürdet, ohne dass dem irgendein Nutzen entgegensteht.

Der freigesetzte Mais produziert ständig einen Stoff, der den Befall durch den Maiszünsler - einen Maisschädling - verhindern soll. Die Pflanze wird somit zum permanenten Giftproduzenten, das Gift gelangt in die Umwelt. Jedoch ist der Maiszünsler bei den sächsischen Maisbauern überhaupt kein Problem. Mögliche Vorteile des Einsatzes von Genmais haben allenfalls Landwirte in den Bayerischen Maiszünslergebieten - und auch dort ist das Risiko höher als der vermeintliche Nutzen.

 

Gentechnik ist nicht rückholbar

GVP sind - einmal im Freiland angebaut - nicht rückholbar. Die Risiken durch den Anbau von GVP wurden im Rahmen der bisherigen Freisetzungsversuche fast nicht untersucht Bislang wurden auch keine Abbruchkriterien für die Großversuche definiert.

 

Koexistenz ist eine Illussion

Eine Koexistenz von klassischer - konventioneller genau wie ökologischer - Landwirtschaft ohne Einsatz von Gentechnik mit einer Wirtschaftsweise, die Gentechnik nicht verwendet, ist nicht möglich. Langfristig wird damit in Sachsen vor allem Ökolandbau unmöglich gemacht. Mit der Duldung des Großversuchs macht die sächs. Staatsregierung damit auch ihre jahrelange erfolgreiche Arbeit für den Aufbau einer Ökolandbaus zunichte.

 

Hinweise erbeten

Das Aktionsbündnis ruft die sächsische Bevölkerung zur Wachsamkeit auf und bittet alle um sachdienliche Hinweise, wo sich die fünf Genmaisfelder befinden könnten. Hinweise nehmen alle Mitglieder des Aktionsbündnisses entgegen, Vertraulichkeit wird zugesichert. Die Versuche müssen bei den Gemeinden angemeldet sein. Daher ist es sinnvoll, in den Stadt- und Gemeindeverwaltungen nachzufragen, ob sich im Territorium Flächen aus dem Großversuch befinden.

 

Das Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen

Im Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen arbeiten landwirtschaftliche und Umwelt- und Verbraucherorganisationen aus Sachsen zusammen, um die Einführung von GVP in Sachsen zu verhindern.

 

Ältere Pressemitteilungen des Aktionsbündnisses

|Pressemitteilung vom 14.4.2004| als .doc (28 kB)

|Pressemitteilung vom 16.4.2004| als .doc (14 kB)